Kunst und Kirchen

Pfarrkirche St. Sixtus (kath.)

 

Erbaut 1712 bis 1715 an der Stelle der mittelalterlichen Vorgängerkirche. Bedeutendster Künstler war Joh. Baptist Zimmermann. Von ihm stammen der Marienaltar, der Entwurf zum Hochaltar, der Stuck und die Fresken im Altarraum. Diese zeigen Leben und Sterben des Kirchenpatrons, des Hl. Sixtus. An die Deckenfresken schließt  sich inhaltlich das Hochaltarbild an, das die Aufnahme des hl. Sixtus zur Dreifaltigkeit zeigt.

Schöne Ausstattungsstücke der mittelalterlichen Kirche sind die Thronfigur des hl. Sixtus aus der Übergangszeit von der Spätgotik zur Renaissance, der Gnadenstuhl von Erasmus Grasser aus dem Jahre 1480 und das Schutzmantelbild von Jan Pollak aus dem Jahr 1494.

Neben der Sixtus-Kirche steht die spätgotische Friedhofskapelle St. Nikolaus mit einem spätgotischen Flügelaltarbild von Jan Pollak. 

St. Georg auf dem Weinberg (kath.)

 

Auf dem romantischen Weinberghügel, der sich mitten im Ort hinterm Rathaus erhebt und der eine einmalige Aussicht auf Ort, See und Berge bietet, steht die St. Georgs-Kapelle. Ihre Langhausmauern entstammen romanischer Zeit. Der Chor wurde in der Spätgotik angebaut. Der bewundernswerte Hochaltar aus dem Jahr 1624 zeigt den hl. Georg, der unter einem schwungvollen Triumphbogen den Drachen bezwingt.

St. Martin in Westenhofen (kath.)

 

Sie wird als die „Mutterkirche der ganzen Gegend“ bezeichnet, denn sie war von etwa 770 bis 1884 die älteste Pfarrkirch des ganzen Tales. Der heutige Kirchenbau stammt aus den Jahren 1734 bis 1737. Der spätgotische Turm von 1529 wurde beibehalten, die Seitenaltäre des Jahres 1635 übernommen. 1878 wurde das Innere im damaligen Geschmack umgestaltet und der Rokokoaltar gegen den jetzigen Neu-Renaissancealtar ausgetauscht. In der Altar-Mittelnische steht die Figur des hl. Martin aus dem 16. Jahrhundert. Der Marienaltar ist spätgotisch, die prächtige Kanzel und die Reliquienschreine aus der Rokokozeit.

Christuskirche in Schliersee (ev)

 

1953 errichtet. Architekt Olaf Gulbransson. Das sich in Längsrichtung ausdehnende Bauwerk mit einem architektonisch betonten Mittelraum nutzt geschickt die Hanglage, um den Gemeindesaal in das Untergeschoss des Gebäudes einzugliedern. Im Außenbau gelingt durch die Anbindung des Hauptbaukörpers mit einem zwiebelbekrönten Fassadenerker eine Verbindung aus lokaltypischen und modernen zeitgenössischen Motiven. Die Kirche ist der erste Sakralbau des Architekten, dessen Gesamtwerk zu den Höhepunkten der Kirchenbaukunst im Deutschland der Nachkriegszeit gezählt wird.

St. Leonhard in Fischhausen (kath.)

 

Der kleine, barocke Zentralbau – ein gestrecktes Achteck mir abgerundeten Ecken – fügt sich einmalig schön in die Landschaft ein. Natur und Kultur sind hier zu einer wunderbaren Einheit verschmolzen. Der große Dominikus Zimmermann war von diesem Bau so begeistert, dass er ihm zum Vorbild für die weltberühmte Wieskirche wurde. Bauzeit von 1646 bis 1688. Frühbarocke Altäre und ausgezeichnete Stuckarbeiten von einheimischen Künstlern. Thronende Madonna mit Kind um 1500. Die Leonhardikirche ist Ziel der alljährlichen Leonhardifahrt am 1. Sonntag im November.

St. Josef in Neuhaus (kath.)

 

Infolge der starken Siedlungstätigkeit und Ansiedlung von Heimatvertriebenen  nach dem 2. Weltkrieg wurde der Ortsteil Neuhaus eine eigene Pfarrgemeinde. Die neue stilvolle Kirche St. Josef, die sich harmonisch in die sie umgebende Landschaft einfügt, wurde nach den Plänen des Schlierseer Architekten Friedl Wegmann gebaut und 1953 eingeweiht.

Apostel-Petrus-Kirche in Neuhaus (ev.)

 

Grundsteinlegung für eine eigene evangelische Kirche in Neuhaus war am 21. Juli 1963. Die Kirchweihe am 16. August 1964. Die Evang.-Luth. Kirchengemeinde wollte beim Neubau ihrer Kirche und ihres Gemeindehauses zum Dank für die langjährige Gastfreundschaft in der kath. Leonhardikirche ein Zeichen ökumenischer Freundschaft setzen und nannte sie "Apostel-Petrus-Kirche". Die schindelgedeckte Baugruppe wurde von Regierungsbaumeister Gustav Gsaenger in gemäßigt-moderner Formsprache als ein in der Gebirgsgegend ansprechendes Bauwerk entworfen.  

 

St. Bernhard am Spitzingsee (kath.)

 

Wie eine Gottesburg in den Bergen steht die Kirche St. Bernhard im Ortsteil Spitzingsee. Sie wurde 1938 eingeweiht und nach dem hl. Bernhard von Menthone, dem Patron der Bergsteiger und Bergwanderer benannt. Der Altar zeigt die Verklärung Christi auf dem Berg Tabor. Um die Holzdecke schwingt sich ein buntes Spruchband mit dem Bergsegen des Bergsteiger-Papstes Pius XI.

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